Plugin-Entwicklung: Datenschutzanforderungen
Habe ich Datenschutzanforderungen?
Grundsätzlich muss ein Plugin die Anforderungen erfüllen, die sich aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ergeben. Hierzu gehört, dass die Privacy API implementiert ist. Diese ermöglicht es, bei Auskunfts- oder Löschanfragen nach DSGVO die angefragten personenbezogenen Daten in menschenlesbarer Form zu exportieren oder diese zu löschen. Die Implementierung der Privacy API ist zudem eine Voraussetzung für eine Veröffentlichung des Plugins im Moodle Marketplace.
Gemäß dem Prinzip der Transparenz muss dokumentiert werden, welche Daten erzeugt, gespeichert oder übertragen werden. Dabei sind die Grundsätze der zweckgebundenen Datenverarbeitung und der Datenminimierung stets einzuhalten:
- Verbindungsdaten wie IP-Adresse, Browsertyp, Datum und Uhrzeit des Zugriffs
- Zugangsdaten wie Benutzername, Passwort in verschlüsselter Form, E-Mailadresse, Vorname, Nachname, …
- Inhaltsdaten wie hochgeladene Dateien, Forenbeiträge, Texte, …
- Prüfungsdaten im Rahmen von Prüfungen und Tests
Werden die Daten nicht allein lokal verarbeitet, sondern übertragen, ist der Standort der Datenverarbeitung zu dokumentieren, z.B. innerhalb oder außerhalb der EU.
Autor:innen: Stefan Dabrock (Moodle an Hochschulen e.V.), Philipp Dorok (Ruhr-Universität Bochum), Denise Materna-Stuttkewitz (TU Dortmund)
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