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Plugin-Entwicklung: Arten der Anforderungen

Was können Anforderungen im Sinne der Softwareentwicklung an mein Plugin sein?

Die präzise Definition von Anforderungen ist essentiell, um den Funktionsumfang eines Plugins einzugrenzen und zielgerichtete Entwicklung zu ermöglichen. Dabei wird bewusst auf technische Lösungsvorschläge verzichtet. Der Fokus liegt auf der Beschreibung, für wen das Plugin gedacht ist und was es letztlich leisten soll. Dazu lassen sich die Anforderungen nach ISO/IEC/IEEE 29148 wie folgt kategorisieren:

  • Funktionale Anforderungen: Welche Aktionen können Nutzer*innen und Administrator*innen durchführen? Dazu zählen beispielsweise das Verwalten von Benutzerrollen und Rechten, das Erstellen, Bearbeiten und Löschen von Inhalten, Such- und Filterfunktionen, das Anlegen und Verwenden von Templates, Benachrichtigungen und Statusänderungen sowie Funktionen, die die Zusammenarbeit unterstützen, wie die gleichzeitige Bearbeitung und die Verfügbarkeit einer Versionshistorie.

  • Qualitätsanforderungen (Nicht-funktionale Anforderungen)Anforderungen): Welche messbaren Qualitätskriterien sollen für das Plugin gelten (vgl. Kriterienliste kuratierte Liste)? Hierzu gehören Aspekte wie automatisierte Tests (PHP Unit Tests, Behat Tests), Performance, Skalierbarkeit, Unterstützung von Import/Export und LifeCycle, Usability, App-Unterstützung, responsives Design, Sicherheit und Stabilität, Dokumentation für Nutzende.

  • Rahmenbedingungen: Woran muss sich das Plugin halten? Dazu zählen didaktische ebenso wie organisatorische, technische und rechtliche Vorgaben wie IT-Governance, Budgetgrenzen, feste Release-Termine, Systemkompatibilität, Barrierefreiheit, vorgesehene Schnittstellen, DSGVO-Konformität und Aufbewahrungsfristen für Daten. 

Zur weiteren Eingrenzung des Plugin-Umfangs wird empfohlen, die MoSCoW-Priorisierung mit den Kategorien Must have, Should have, Could have und Won’t have zu verwenden. Insbesondere Won’t have dient als wichtiges Instrument zur klaren Scope-Eingrenzung und zum Erwartungsmanagement, indem bereits in der Konzeptionsphase bestimmte Anforderungen als out of scope definiert werden.

Um die Anforderungen systematisch auf Basis der ISO/IEC/IEEE 29148 zu erheben und anschließend mittels MoSCoW zu priorisieren, kommen geeignete Methoden zum Einsatz, die im nachfolgenden Kapitel näher erläutert werden.


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